Hildesheim (mgu). Die Eintracht Hildesheim Invaders sind auf die Zielgerade eingebogen. Noch sechs Spiele bis zum Saisonende und in den kommenden Wochen steht damit jedes Wochenende ein Spiel an. Den Auftakt in den Endspurt machen die Invaders am Sonnabend um 16:00 Uhr auf dem Homefield am Philosophenweg gegen die Cologne Crocodiles. Das Kölner Team ist die einzige Mannschaft, gegen die die Hildesheimer dieses Jahr noch nicht gespielt haben.

Bis zum vergangenen Wochenende war im Saisonverlauf der Krokodile eine klare Tendenz zu erkennen: auf gegnerischem Platz war nichts zu holen, dafür gewinnt man zu Hause jedes Spiel. Mit dem Sieg bei den Bonn Gamecocks am letzten Samstag ist die Serie von vier Auswärtsniederlagen in Folge aber auch überwunden. Aktuell liegen die Crocodiles mit einem Punkteverhältnis von 10:8 auf Platz 5 und befinden sich zusammen mit den Potsdam Royals (12:8) und Lübeck Cougars (11:7) im Kampf um den dritten Platz.

Basis der jungen Kölner Mannschaft ist eine der besten Defensivabteilungen der Liga. Im Mittelpunkt dieses Mannschaftsteiles steht der US-Amerikaner Jordan Glass, der mit über 75 Tackles bereits doppelt so viele Gegenspieler gestoppt hat wie der zweitbeste Kölner-Tackler David Rahier.

Aber auch der Angriff der Crocodiles kommt immer besser in Schwung. Unter der Führung des jungen deutschen Quaterbacks Joao Krapohl bringen die Kölner eine ausgewogene Mischung aus Lauf- und Passspiel auf das Feld. Während bei den Passempfängern die Last auf vielen Schultern verteilt ist, sind es bei den Runningsbacks zwei Namen, die es zu kennen gilt: Daniel Teubert und der US-Amerikaner Mike Davis. Dazu kommt, dass Spielmacher Krapohl ebenfalls ein guter Läufer ist und eine weitere Option für US-Headcoach Kirk Heidelberg bei der Wahl des Spielzuges bietet.

Bei den Invaders könnte die Ausgangssituation aktuell nicht besser sein. Zwar belegen die Hildesheimer derzeit hinter den Paderborn Dolphins nur den zweiten Tabellenplatz; dies aber nur, weil sie zwei Spiele weniger absolviert haben und mit 13:3 Punkten einen positiven Zähler weniger haben als die Ostwestfalen mit 14:6. Die Blau-Gelben sind das einzige Team in der Liga, das aus eigener Kraft die Meisterschaft gewinnen kann.

„Wir wollen unsere hervorragende Ausgangsposition natürlich nutzen und nach dieser bisher exzellent laufenden Saison die Meisterschaft gewinnen. Unsere Mannschaft ist in der Lage, jedes Spiel zu gewinnen und geht mit genau dieser Einstellung auch in jede Partie. Die Jungs sind bis in die Haarspitzen motiviert, vor allem gegen die Kölner“, Team-Manager Ralf Rimrodt spielt damit auf die bitteren Niederlagen gegen die Crocodiles im letzten Jahr an, als die Invaders im direkten Vergleich zweimal den Kürzeren zogen.

Tabelle GFL 2 Nord:
1. Paderborn Dolphins 14:6
2. Hildesheim Invaders 13:3
3. Potsdam Royals 12:8
4. Lübeck Cougars 11:7
5. Cologne Crocodiles 10:8
6. Bielefeld Bulldogs 9:13
7. Bonn Gamecocks 5:13
8. Elmshorn Fighting Pirates 2:18