Hildesheim (mgu). Am Sonnabend, dem 2. Mai, um 16:00 Uhr steht das erste Spitzenspiel des Jahres in der GFL2 Nord an. Die Eintracht Hildesheim Invaders reisen zum Aufsteiger nach Potsdam. Die Royals konnten, wie auch die Invaders, ihre beiden Auftaktspiele gewinnen und liegen aufgrund des schlechteren Punktverhältnisses auf Platz zwei hinter den Hildesheimern.

Trotz des sehr guten Saisonstartes bleiben die Königlichen mit den Füßen auf dem Boden. „Die ersten beiden Saisonspiele hätten für uns nicht besser laufen können. Wir bleiben aber vollkommen realistisch; wir spielen um den Verbleib in der GFL2“, so der Potsdamer Headcoach Michael Vogt. Die Royals sind Erfolg in den letzten Jahren gewöhnt. 2012 starteten die Brandenburger in der Landesliga und sind seitdem jedes Jahr aufgestiegen. Ein Durchmarsch in die GFL scheint aber erst mal nicht das Ziel zu sein.

Für das Ziel Klassenerhalt haben die Royals ihre Mannschaft ordentlich verstärkt. Neben acht Neuzugängen von benachbarten Vereinen sind auch fünf englische Muttersprachler im Kader zu finden; vier aus den USA und ein Engländer.

In der Offensive hat Quaterback Joey Frias alle Fäden in der Hand. Der 29-jährige ist bereits sein drittes Jahr in Deutschland und hat bisher für die beiden Frankfurter Vereine Pirates und Universe jeweils ein Jahr in der GFL2 Süd gespielt. In den ersten beiden Spielen des Jahres warf Frias für 550 Yards und fünf Touchdowns; zusätzlich erlief er zwei Touchdowns selber. Primäre Anspielstation ist sein Landsmann Ross Smith. Mit 23 gefangenen Pässen gehen über zwei Drittel der vollständigen Pässe auf sein Konto. Smith machte daraus 401 Yards und vier Touchdowns; jeweils aktuelle Liga-Bestwerte.

„Die Potsdamer Offensive hat in den bisherigen Spielen einen guten Eindruck gemacht. Neben den beiden US-Amerikanern ist auch der deutsche Runningback Thore Wetzel gefährlich. Meine Coaching-Crew und ich haben unsere Verteidigung aber wieder gezielt auf den neuen Gegner vorbereitet. Wie gut unser Verteidigungssystem funktionieren kann, hat das letzte Spiel gezeigt“, sieht Invaders Headcoach Joe Roman nicht nur Gefahr durch die Import-Spieler, ist aber auch davon überzeugt, dass seine Defensive Herr der Lage bleiben kann.

Auch die Royals Defense scheint bereits in Liga Zwei angekommen zu sein. Beim Gastspiel in Lübeck hielten sie die Cougars Offensive, die beste der Liga im vergangenen Jahr, bei 13 Punkten. Mindestens einer der beiden US-Amerikaner Cody Seibel und Brandon Wicks scheint immer den Weg zum gegnerischen Ballträger zu finden. Vervollständigt wird das englischsprachige Quintett durch den Engländer David Saul, der sowohl in der Verteidigung als auch dem Angriff spielt.

„Die Potsdamer Verteidigung macht einen kompakten Eindruck auf mich. Ich denke aber, dass wir trotzdem Lücken finden werden“, ist Invaders Offensive Coordinator Christian Kling zuversichtlich, dass sein Mannschaftsteil an die Leistungen aus den ersten Spielen anknüpfen kann.

Zusätzlich zu den gewohnten zwei Trainingseinheiten pro Woche und dem individuellen Fitnesstraining jedes Spielers bittet Coach Roman sein Team seit dieser Saison in jeder Gameweek, also einer Woche mit Spiel, am Freitag zum Walkthrough. Bei der zusätzlichen Einheit werden nochmal alle Special Teams durchgesprochen und der letzte Feinschilf in der Einstellung auf den kommenden Gegner gegeben. Auch wenn der Freitag vor dem Spiel diesmal auf einen Feiertag fällt, die Invaders werden zu ihrem Trainingsplatz strömen, um perfekt auf das kommende Spiel vorbereitet zu sein.

Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte werden die Hildesheimer Invaders eine Radioübertragung zum Spiel anbieten. Geschäftsführer Benjamin Möhle wird live per Internet-Radio aus Potsdam das Spiel kommentieren. Nähere Informationen gibt es dazu auf der Facebook-Seite der Invaders.