(mgu)
Die Eintracht Hildesheim Invaders müssen ihre Meisterschaftsfeier um mindestens eine Woche vertagen. Das Auswärtsspiel gegen die Cologne Crocodiles am vergangenen Samstag verlor die Mannschaft von Headcoach Joe Roman mit 42:20 (14:0/7:13/9:0/12:7). Vor 140 Zuschauern, davon 30 mitgereisten Hildesheimern, erwischten die Invaders keinen guten Start in die Partie und lagen schnell im Rückstand. Ballverluste im dritten Spielabschnitt auf Hildesheimer Seite sorgten dann für die Vorentscheidung.

Auf der Rückfahrt schmerzte die dritte Saisonniederlage dann noch ein wenig mehr. Die Lübeck Cougars gewannen mit 45:42 gegen die Paderborn Dolphins und erfüllten damit die Bedingung, dass die Invaders bereits an diesem Spieltag durch einen Sieg die Meisterschaft hätten feiern dürfen. Somit reicht den Blau-Gelben aus den letzten beiden Spielen – kommenden Sonnabend in Elmshorn und am 12. September zum Saisonabschluss zu Hause gegen Bonn – ein Sieg, um den Titel des Zweitligameisters Nord zu holen.

„Natürlich wollen wir beide Spiele gewinnen. Elmshorn steht zwar bereits als Absteiger fest, liefert aber jedem Gegner einen harten Kampf. Wiederholen wir die heutige Leistung, gibt es in Elmshorn die nächste Niederlage und wir müssten dann im letzten Spiel zu Hause zwingend gegen Bonn gewinnen. Klar, wollen wir das sowieso und uns mit einem Erfolg vor heimischen Publikum verabschieden, aber in diese Drucksituation wollen wir erst gar nicht kommen“, so Team-Manager Ralf Rimrodt, nachdem das Ergebniss aus Lübeck fest stand.

Ganz zu Beginn der Begegnung in Köln sah es noch so aus, als könnten die Invaders auch dieses Spiel positiv für sich gestalten. Mit Ballbesitz ins Spiel gestartet, arbeitete sich die Offensive gewohnt über das Feld. Kurz vor der Kölner Endzone kam dann aber Sand ins Getriebe, der dort bis zum Spielende feststeckte. Strafen warfen die Invaders zurück und statt einen Touchdown zu erzielen, versuchten die Hildeshimer ein Field Goal, welches zu allem Überfluss durch die Crocodiles Defense geblockt wurde.

Der Kölner Angriff startete dann erfolgreicher in die Partie. Ein Trickspielzug überrumpelte die Hildesheimer Verteidigung und brachte die Krokodile mit 7:0 in Führung. Der zweite Hildesheimer Angriff endete dann nach nur einem 1st Down durch einen Punt. Auch diesmal waren die Gastgeber erfolgreicher. Mit zwei langen Läufen waren die Kölner schnell wieder in der Hildesheimer Endzone und führten zum Ende des ersten Viertels mit 14:0.

Im zweiten Spielabschnitt gab es dann auch endlich die ersten Hildesheimer Punkte. Griffin Neal bediente Reggie Bullock zum 14:7-Anschluss-Touchdown. Aber auch die Kölner punkteten nach einer langen Angriffsserie erneut und stellten den alten Abstand beim 21:7 wieder her. Kurz vor der Halbzeit gelang den Invaders dann erneut der wichtige Anschluss. Quaterback Neal brachte den Ball aus kurzer Distanz selber in die Endzone zum 21:13.

Nach der Pause begannen die Crocodiles mit Ballbesitz und erzielten ebenfalls den nächsten Touchdown zum 27:13. Es folgte das bisher schlechteste Viertel der Hildesheimer Offensive in diesem Jahr. Die Invaders erlaubten sich gleich zwei Ballverluste nacheinander. Diesmal konnten die Kölner aber nur wenig Kapital aus den Situationen schlagen. Nur ein Field Goal zum 30:13 brachten sie auf ihr Konto. Einen weiteren Touchdown verhinderte Lorenzo Fouts durch eine Interception im letzten Spielzug des dritten Viertels.

Zu Beginn des letzten Spielabschnittes verkürzte Neal dann nocheinmal auf 30:20 und es keimte ein Fünkchen Hoffnung auf; es sollten aber die letzten Hildesheimer Punkte des Tages gewesen sein. Der Versuch nach Neals zweitem Touchdown per Onside Kick erneut in Ballbesitz zu kommen, misslang und die Crocodiles punkteten munter weiter. Zunächst erzielten sie das 36:20 und nach einem weiteren erfolglosen Hildesheimer Angriff den 42:20-Endstand.

„Wir haben uns heute zu viel mit uns selbst und zu wenig mit dem Gegner beschäftigt. Das Resultat sieht man auf der Anzeigetafel. Wir haben weiterhin alles selber in der Hand, um den Lohn für diese sehr erfolgreiche Saison einzufahren. Dafür müssen wir im nächsten Spiel allerdings wieder eine andere Leistung zeigen“, äußert sich Offensive-Koordinator Christian Kling nach dem Spiel.

Die Invaders bleiben trotz Niederlage weiterhin auf Tabellenplatz Eins und haben am kommenden Samstag bei den Elmshorn Fighting Pirates die nächste Chance auf die Meisterschaft.