(man) Am kommenden Samstag treffen die American Footballer der Eintracht Hildesheim Invaders auf die Dresden Monarchs. In der sächsischen Landeshauptstadt heißt es zum Hinrundenabschluss dann Zweiter gegen Fünfter. Die Invaders, die zuletzt auf fremdem Platz zwei aufeinanderfolgende Siege verbuchen konnten, hoffen dabei auf Widergutmachung. Drei Wochen liegt nun das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams zurück. Auf dem Hildesheimer Homefield am Philosophenweg mussten dabei die 1.500 Fans ansehen, wie die Invaders trotz guter Leistung als Verlierer vom Feld kamen. Ganze sieben Touchdowns der gold-blauen Invasoren reichten nicht aus um das Offensivfeuerwerk der Dresdner zu übertreffen. In einer enorm punktereichen Partie endete das Spiel mit 49:77 zugunsten der Sachsen.

Diesmal soll das allerdings anders werden. So lässt es Cheftrainer Joe Roman im Training verlauten. „Wir haben im Hinspiel natürlich vorgehabt mitzuhalten. Dass wir bis Anfang des letzten Viertels nur ganz knapp hinten lagen zeigt, dass wir das Zeug dazu haben auch ein Team wie die Monarchs zu bezwingen“, so Roman, der seine Defensiv-Spieler diese Woche besonders hart in die Zange nimmt. „Unsere Offense ist in den letzten Spielen ganz schön ins Rollen gekommen, nun müssen wir ihnen mit der Defense den Rücken freihalten. Ein paar Stopps mehr, die wir erzwingen, und schon könnten wir diesmal die Oberhand behalten.“

Während das Verletzungspech in der Verteidigung weiterhin anhält können die Invaders nach einer Zwei-Spiele-Sperre wieder auf ihren US-Runningback Phil Gamble zurückgreifen. Der andere Part des Amerikanischen Runningback-Duos Bullock/Gamble flog im Hinspiel gegen die Monarchs vom Platz. In der Hitze des Gefechts geriet er mit einem Gegenspieler aneinander, woraufhin beide duschen geschickt wurden. Bis zum Zeitpunkt des Platzverweises war Gamble dabei eine große Stütze für die Hildesheimer. Mit ihm, der eher groß und wuchtig daherkommt und Reggie Bullock, dem quirligen Geschwindigkeitswunder, ist die Variabilität der Invaders-Angriff wieder komplett. Bullock, der vergangene Woche einen Pass von Quarterback Cavanaugh in spektakulärer Weise vom Himmel pflückte, ist derweil sehr optimistisch. Er ist Motivator durch und durch, heizt auch diese Woche im Training dem Team ein. Er habe noch eine Rechnung mit den Monarchs offen, so wie natürlich auch der Rest des Teams.

Defensiv-Koordinator Sven Bröker verlangt seinen Jungs vor diesem wichtigen Spiel alles ab: „Die Schonzeit ist vorbei. Wir haben gesehen, dass wir in der Liga mithalten können. Jetzt müssen wir abliefern. Aggressiver, konsequenter und mit breiter Brust, so wollen wir gegen Dresden auftreten. Wir haben vergangenen Sonnabend gezeigt, dass wir in den entscheidenden Szenen da sein können. Jetzt gilt es das konstant zu zeigen“, so Bröker, dem man ansieht wie groß die Lust auf einen Sieg in Dresden ist. „Das ist was uns bisher gefehlt hat, die Konstanz. Aber das bekommen wir rein.“

Die Dresdner konnten im bisherigen Verlauf der Saison überzeugen, gewannen bis dato fünf ihrer acht Partien. Lediglich gegen Braunschweig und Kiel mussten sie jeweils einmal den Hut ziehen. In beiden Spielen waren sie jedoch nah am Gegner. Zu Saisonbeginn gab es dabei noch ein Unentschieden gegen den aktuellen Überflieger und Tabellenführer der Liga, die Berlin Rebels.

Im Vordergrund der Dresdner steht dabei vor allem Runningback Joe Bergeron. Er war ursprünglich nur aus notgedrungen nach Dresden geholt worden, nachdem sich der eigentliche Mann verletzte. Nun glänzt Bergeron Woche für Woche aufs Neue. Gegen die Invaders stellte er sogar mit sieben Touchdown-Läufen einen GFL-Rekord auf.

„So etwas wird definitiv nicht nochmal passieren. Natürlich ist Bergeron gut, aber wir haben ihm das Leben auch etwas zu leicht gemacht. Diesmal wird das anders, wir haben uns auf Dresden eingestellt und die Fehler aus dem Hinspiel korrigiert“, sichert Linebacker Jon Bandrabur zu.
Wie schon in den vergangenen Auswärtspartien hoffen die Invaders natürlich auf die Unterstützung ihrer Fans. Als man am vergangenen Samstag in Hamburg spielte, waren die etwa

100 Unterstützer von der Börde lautstark mit dabei. Allerdings können auch diejenigen, die es nicht bis nach Dresden schaffen, vertröstet werden. Die Live-Übertragung aus dem Dresdner Heinz-Steyer-Stadion wird auch dieses Mal wieder von Radio Monarchs gewährleistet. Als Co-Moderator im Monarchs-Livestream wird dabei der verletzte Invader Thomas Goepfert das Spielgeschehen kommentieren.

In Hildesheim soll es also Samstagnacht doppelten Grund zur Freude geben. Daumendrücken ist angesagt.