So schnell kann es gehen: Beim Heimsieg gegen die Berlin Adler zwei Wochen zuvor war Quarterback Zachary Cavanaugh noch bester Footballer der Eintracht Hildesheim Invaders auf dem Platz. Bei der 13:41-Niederlage am Sonnabend bei den New Yorker Braunschweig Lions hingegen musste Cavanaugh schon im ersten Viertel Nelson Hughes Platz machen. „Mit ihm lief die Offense um einiges besser als mit Zac“, berichtet Pressesprecher Torben Dill. Ein Sieg gegen den nach wie vor ungeschlagenen Rekordmeister wäre aber utopisch gewesen. „Headcoch Joe Roman war mit der Moral des Team zufrieden“, sagte Dill. 13 Punkte sind die meisten, die die Invaders seit 25 Jahren gegen die Lions gemacht haben. Für die Hildesheimer war es ein Spiel der verpassten Chancen, da sie vier direkte Turnover hatten, die zu einer Sechs-Punkte-Interception (Pick-Six) und 14 weiteren direkten Gegenpunkte führten. „Außerdem haben wir selbst teilweise sehr gute Feldpositionen nicht nutzen können“, so Torben Dill. Trotzdem überwiege das Positive, war für das Heimspiel gegen die Berlin Rebels am nächsten Samstag hoffen lasse. Für die Lions waren neben Runningback David McCants und Nathaniel Morris im Angriff auch die Verteidigung ein Garant für den Sieg. Die Offense war genau auf den Gegner eingestimmt. Dadurch gelang es dreimal, den Ball des gegnerischen Spielmachers abzufangen und durch Jonathon Rollins den erwähnten Pick-Six zu landen. Nach dem Kickoff und einem Return von Christian Fette hatten die Invaders ihren ersten Drive an der eigenen 28-Yard-Lini begonnen, mussten sich aber schnell der starken Verteidigung geschlagen geben. Der Angriff der Lions um Quarterback Casey Therriault marschierte schnurstracks Richtung Hildesheimer Endzone. Nathaniel Morris gelang das 6:0. Rollings Interception zum 13:0 passierte bei einem Angriffsspielzug der Gäste mit Passversuch von Quarterback Cavanaugh. Auch der nächste Drive der Hildesheimer Offense gestaltete sich schwierig. Zwar fing sie gut an und arbeitete sich bis an die 13-Yard-Linie. Bei einem eigenen Lauf verlor Spielmacher Cavanaugh aber den Ball. Daher kam nun dessen Landsmann Hughes, doch auch er machte umgehend seine Bekanntschaft mit der Braunschweiger Verteidigung. Nur zwei Spielzüge später erhöhte David McCants auf 20:0. Durch zwei weitere Touchdowns der Lions stand es zur Halbzeit schon 34:0. Nach der Pause nahmen die Gastgeber etwas das Tempo aus dem Spiel. So konnte die Hildesheimer etwas mehr ins Spiel finden. Doch die ersten Punkte zum 41:0 holte Löwen-Urgestein Jabari Johnson. Ganz kampflos aufgeben wollten die Invaders dann doch nicht. Besonders Hughes und sein Receiver Paul Bogdann fanden nun immer wieder Lücken in der Verteidigung und nutzen sie. So erzielte Bogdann, nach einem 29-Yard-Pass von Hughes, im dritten Viertel den Anschluss zum 41:7 (Extrapunkt Paul Jung). Runningback Phillip Gamble stellte das Endergebnis von 41:13 nach einem Pass von Hughes kurz vor Ende der Partie her. Mehr war nicht drin. Immerhin wurde Paul Bogdann zum besten Hildesheimer gewählt.