Hildesheim (mgu). Die Feier in der Teamzone der Eintracht Hildesheim Invaders begann schon einige Minuten vor dem Abpfiff. Durch den 13:49-Auswärtssieg (0:7/0:21/7:14/6:7) bei den Elmshorn Fighting Pirates sind die Invaders bereits einen Spieltag vor Saisonende Meister der GFL2 Nord. Vor 250 Zuschauern, davon wieder 30 aus Hildesheim, fuhren die Blau-Gelben, bei den bereits als Absteiger fest stehenden Elmshornern, einen ungefährdeten neunten Saisonsieg ein.

Es stand bereits 21:0 für die Gäste, als es den Elmshornern Mitte des zweiten Viertels gelang, das erste First Down des Tages zu erzielen. Reggie Bullock und Griffin Neal per Lauf und Phillip Raschke durch Pass von Neal erzielten die ersten drei Touchdowns der Invaders. Noch vor der Halbzeit erhöhte Neal durch einen 80 Yard-Lauf auf 28:0.

Nach der Halbzeitpause liefl die Konzentration auf Seiten der Hildesheimer etwas nach. Die Folge war der erste Elmshorner Touchdown zum 7:28. Der zweite Pass-Touchdown von Neal auf Raschke zum 7:35 stellte aber den alten Abstand wieder her. Als dann Sascha Diekert mit dem Ende des dritten Viertels seine zweite Interception des Tages fing, diese direkt zum Touchdown zurück trug und somit das 7:42 erzielte, gab es auf der Invaders Seite kein Halten mehr.

Je näher sich das Spiel dem Abpfiff näherte, desto unwichtiger wurde das Geschehen auf dem Platz gegenüber den Festivitäten an der Seitenlinie. So ist der dritte Lauf-Touchdown durch Neal zum 7:49 und der zweite Pirates Touchdown zum 13:49-Endstand nur noch eine Randnotiz.

Offiziell eröffnet wurden die Feierlichkeiten durch die beiden Amerikaner Neal und Bullock, die Lars Dittmann die erste Wasserbottichdusche erteilten. Eine Revanche für die ein oder andere Dusche, die Dittmann den beiden Amerikanern nach vorherigen Siegen im Jahr erteilt hat. Die zweite Dusche des Tages erhielt Defensive Koordinator Sven Bröker stellvertretend für Headcoach Joe Roman. Der 72-jährige Amerikaner hatte seinen Spielern rechtzeitig eine Headcoach-Dusche untersagt und wie auch im bisherigen Saisonverlauf, das Wort des Headcoaches ist für die Invaders Gesetz.

Mit dem ersehnten Schlusspfiff gab es dann absolut kein Halten mehr. Mit Jubelsprüngen und jeder Menge Umarmungen feierten die Invaders die erste Zweitliga-Meisterschaft seit 1989; einem Jahr, indem eine Vielzahl der aktuellen Leistungsträger noch nicht einmal auf der Welt war.

Nach einer Busrückfahrt aus Elmshorn, auf der das ein oder andere Kaltgetränk verzehrt wurde, gab es bei der Ankunft in Hildesheim noch einmal eine ganz besondere ‹berraschung für das Team. Über 100 Hildesheimer hatten sich am Homefield versammelt und nahmen die Meistermannschaft in Empfang. Somit ging die Feier auch in Hildesheim nahtlos weiter und zog sich bis in die frühen Morgenstunden.

Die ganz grofle Feier soll aber nach dem letzten Saisonspiel zu Hause gegen die Bonn Gamecocks am kommenden Sonnabend folgen. Die Invaders gaben bereits bekannt, dass alle Vorbereitungen für eine grofle Meisterschaftsfeier getroffen werden. Ob die Meisterfeier auch eine Aufstiegsfeier ist, wird sich wohl erst im Nachhinein zeigen. Der Zweitligatitel berechtigt zwar zum Aufstieg in die höchste Spielklasse; ob die Invaders diesen allerdings wahrnehmen, wird erst in den nächsten Wochen entschieden. Somit bleibt es auch noch nach der Saison spannend.