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3484 Zuschauer beim Football – das ist Rekord in Hildesheim

Hildesheim. 3484 Zuschauer verfolgten das Niedersachsen-Derby in der 1. American Football Bundesliga (GFL) zwischen Aufsteiger Hildesheim Invaders und Meister NewYorker Lions Braunschweig. Weil auch das Wetter mitspielte, nahm das Hildesheimer Publikum im prall gefüllten Friedrich-Ebert-Stadion ihrem Team die deutliche 7:52-Niederlage (0:14/ 7:14/0:24/0:0) nicht übel. Der Europapokalsieger spielte souverän sein Spiel und ließ den Invaders keine Chance.
Einen schlechteren Start hätten die Invaders nicht erwischen können. Gleich der zweite Pass von Quarterback Zachary Cavanaugh landete in den Armen des Braunschweiger Tissi Robinson, der den Ball postwendend über 30 Yards in die Endzone lief. Kicker Tobias Goebel erhöhte auf 7:0. Der Hildesheimer Angriff agierte zu nervös und zu überhastet. Offense-Coordinator Christian Kling musste in den ersten beiden Ballbesitzen gleich sämtliche Auszeiten nehmen: „Wir mussten erstmal zusehen, dass wir unsere Spieler beruhigen. So einfache Auswechselfehler dürfen

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Regelkunde mit Frank Söhlke

natürlich nicht passieren. Wir haben dadurch erst sehr spät unseren Rhythmus gefunden.“ Vom zweiten Ballbesitz trennten sich die Hildesheimer per Punt. Braunschweigs Quarterback Grant Anders bediente routiniert seine Receiver Evan Landi und Jan Hilgenfeld. David McCants konnte schließlich über fünf Yards zum Touchdown in die Endzone laufen. Die Invaders lagen früh zurück.
Zum ersten Mal wurde es richtig laut im Hildesheimer Block, als Drew MacReynolds einen Pass von Grant Anders abfangen und über 68 Yards in Braunschweigs Endzone zum Touchdown retournieren konnte. Die Lions zeigten sich aber unbeein druckt: Wieder McCants und Jan Hilgenfeld bauten den Vorsprung für die Lions aus. Hoffnung keimte bei den Invaders als auf, als sie vor der Halbzeit den Ball bis sieben Yards vor die Braunschweiger Endzone tragen konnten. Punkte blieben jedoch verwehrt, weil die Abfangjäger der Löwen zu viel Druck auf Quarterback Cavanaugh und seine Offensive Line aufbauen konnten. Mit einem 28:7-Rückstand ging es in die Pause.
Headcoach Joe Roman versuchte seine Mannschaft wachzurütteln. Zu viele Fehler seien passiert, das gelte es abzustellen. Doch die zweite Halbzeit fing an, wie auch die erste begonnen hatte. Die Lions waren gewillt, den Aufsteiger nicht mehr in Schlagdistanz kommen zu lassen. Jan Hilgenfeld, zweimal Evan Landi und Chris Smith erhöhten noch im dritten Spielviertel auf 52:7. So lautete auch der Endstand.
Die Invaders schafften es zwar, noch zweimal vor der Braunschweiger Endzone aufzutauchen, doch Punkte blieben verwehrt. Zu abgeklärt agierten die Löwen in der Redzone. „Wir haben heute gegen einen starken Gegner verloren. In der Anfangsphase waren wir viel zuIMG_8456 nervös und haben uns mit einfachen Fehlern selbst ein Bein gestellt. Die Chancen, die wir hatten, haben wir nicht genutzt. Sonst hätte wir 21 Punkte aufs Brett gebracht“, sagt Offensive-Line-Spieler Johannes Krupp. „Vielleicht waren wir anfangs von der Kulisse und der Lautstärke auf dem Feld überrumpelt. Das Publikum war der Wahnsinn.“

Am Sonntag reisen die Invaders in die Hauptstadt zum derzeit stark aufspielenden Tabellenführer Berlin Rebels. Kickoff ist um 15 Uhr.

Fotoalbum bei Facebook – (c) JonKay Photography