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Phillip Gamble wird nun auch in der Defense eingesetzt. Foto: J. Kretschmann

(man) Am kommenden Samstagnachmittag erwarten die Eintracht Hildesheim Invaders die Huskies aus Hamburg. Im Rückspiel zwischen den langjährigen Rivalen ist Spannung eigentlich vorprogrammiert. Während für Hildesheim die Playoff-Plätze in weite Ferne rücken schielen sie dennoch lieber nach oben. Die Niederlage gegen Kiel in der Vorwoche war schmerzlich, letzten Endes aber gerechtfertigt. Zu oft und zu fahrlässig gaben die Invasoren den Ball in Schlagdistanz ab. „Trotzdem ist für uns das Augenmerk weiter darauf gelegt jedes Spiel zu gewinnen. Wir haben oft genug gesehen, dass wir auf Augenhöhe mitspielen können. Wir müssen das nur konstant abrufen“, stellt Linebacker Viktor Bürger fest. Rein rechnerisch ist der begehrte Playoff-Platz 4 noch zu erreichen, allerdings wären die Invaders darauf angewiesen, dass die derzeit starken Kieler die eine oder andere Partie verlieren. „Wir müssen natürlich realistisch bleiben. Solange wir von Spiel zu Spiel denken und jetzt das bestmögliche aus den verbliebenen vier Partien rausholen können wir durchaus zufrieden sein. Zusammengerechnet wird dann am Ende“, so Cheftrainer Joe Roman, dessen Ausgabe an seine Mannschaft nun die maximale Siegesausbeute sein soll.

Für die Hamburg Huskies läuft es in dieser Saison alles andere als optimal. Während sie im Vorjahr als Aufsteiger überraschend die Playoffs erreichten, hatten sie viele für die laufende Saison noch stärker auf dem Zettel. Doch mit mauen zwei Siegen stehen sie lediglich auf dem vorletzten Tabellenplatz. Für die Schlittenhunde lohnt sich nun mehr weder der Blick nach oben, noch nach unten. Relativ früh waren sie in weite Distanz zu den Playoffs gerückt. Hinter ihnen verweilen lediglich die Düsseldorf Panther, denen in acht Partien noch kein einziger Sieg gelang. Wenig Gefahr geht von den Panthern also aus, die zu ihrem Überfluss auch noch ein schweres Restprogramm erwartet.  Ergebniskorrektur wird den Hamburg Huskies dennoch wichtig sein um die Saison mit einem besseren Eindruck zu beenden.

Personell wird es bei den Hildesheimern erneut Umstellungen geben. Hauptgrund dafür ist das Fehlen von US-Safety Eric Allen. Der Defensiv-Import hatte bereits vor einigen Tagen ein lukratives Jobangebot in seiner Heimat in Texas erhalten. Darüber hinaus wurde er in der letzten Woche gegen Kiel nach einem Targeting vom Platz gestellt. In der Regel geht die Sperre für die illegale Helm-gegen-Helm Kollision ohnehin über ein Spiel heraus, weshalb die Invaders den Vertrag auf Wunsch Allens vorzeitig auflösten. „Wir wollten Erics beruflicher Zukunft nicht im Wege stehen. Die besonderen Umstände haben uns zu diesem Entschluss gebracht. Er hätte uns nun ohnehin auf Grund der Strafe vermutlich zwei bis drei Spiele gefehlt. Zudem erwarten er und seine Verlobte in etwa zwei Monaten Nachwuchs“, schildert Geschäftsführer Benjamin Möhle. So hilft nun ein anderer US-Amerikaner in der Verteidigung der Invaders aus. Philip Gamble, bisher sehr erfolgreich als Runningback der Hildesheimer aufgetreten, wird die Invasoren als Linebacker bzw. Defensive End verstärken. Die Nummer Neun der Blau-Goldenen ist sogar gelernter Defense-Spieler. Auf der Marshall University im Bundesstaat West Virginia spielte er in der höchsten College-Division bereits auf der Position des Linebackers. „Ich glaube, dass Phil nochmal ein bisschen mehr Druck auf den Gegner aufbauen kann. Er ist zwar kein Ersatz auf der Position von Eric Allen, aber ich denke trotzdem sind wir in der Lage das zu kompensieren“, beurteilt Defense-Koordinator Sven Bröker die neue Situation in der Verteidigung. Auch wieder mit von der Partie ist das Nachwuchstalent in der Defense-Line der Hildesheimer, Paul Jung. Ein Schlüsselbeinbruch unterbrach seine Saison bereits nach dem Auftaktspiel in Düsseldorf. Nun will er wieder angreifen: „Ich will jetzt nochmal alles geben in den restlichen Spielen. Es war eine harte Zeit, Woche für Woche zuschauen zu müssen. Ich habe dem ersten Training in Pads lange entgegengefiebert.“

Kickoff auf dem Eintracht Homefield am Philosophenweg ist am Sonnabend um 16 Uhr. Präsentiert wird der Spieltag von der Sparkasse Hildesheim. Tickets für die Partie gibt es im Internet unter http://tickets.goinvaders.de oder an der Tageskasse.

Um 14 Uhr spielt im Friedrich-Ebert-Stadion unser Nachbar der VFV Borussia 06 Hildesheim gegen die U23 vom VFL Wolfsburg. Mit einem Ticket der Invaders bekommt man 2,00 € Rabatt an der Tageskasse der Fußballer. Es wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen.