Zwei Spiele. Zwei Spiele Zuhause. Zwei Spiele gegen Stadtstaaten.
Hallo Berlin, Hallo Hamburg!
Und um hier mal mit der Dramatik weiter zu machen: Die Wochen der Wahrheit brechen an.
Damit schießen auch gleich ewig viele Fragen auf: Wie gut sind „wir“ wirklich? Ist der aktuell 6. von 8. Plätzen der Tabelle wirklich Abbild der Mannschaftsleistung? Und woran liegt das überhaupt? Sind die angeblich „schlagbaren“ Gegner wirklich so einfach zu bezwingen?
Easy wird sicherlich nichts. Gucken wir uns jetzt mal nur die Berlin Adler an, reisen am Samstag mit den Zimmermann-Brüdern zwei deutsche Football-Nationalspieler an, die den Klassenerhalt absolut im Blick haben. Auch wenn das Team jung und das Verletzungspech in Berlin während der Saison immer wieder zugeschlagen hat, kann man davon ausgehen, dass die Jungs –wie wir- ebenfalls nur den Sieg im Kopf haben werden. Auch die Huskies aus Hamburg sind mit starkem Nachwuchs aus der Jugend und gut ausgewählten Importspielern eher als gefährlich zu kategorisieren – völlig unabhängig davon, dass die Statistik aktuell etwas anderes sagt.
„Winners don’t make excuses“ – Harvey Specter
Sind wir eigentlich gar nicht so weit weg von den Top 5? Sind das Gerede über den Spielplan, die Verletzten und die miese Wetterlage nicht mehr als eine schwache Ausrede? Natürlich kann man sich einreden gut zu sein – wenn der Erfolg aber nicht eintrifft, dann ist es für viele von uns einfach leichter Ausreden für die eigenen Fehler oder Schwächen zu finden. Vielleicht weil‘s bequemer ist, als noch härter zu analysieren und trainieren zu wollen. „No one cares – work harder“
Gerade das Thema, das uns letzte Woche sehr bewegt hat, will ich nicht verharmlosen – im Gegenteil! In Hildesheim war es absolut nicht möglich eine normale Gameweek zu erleben; hinter und um das Homefield stand das Wasser und die Anwohner rund um den Hohnsen und das Überlaufbecken hatten definitiv andere Ängste als „wir“, die keine Möglichkeit zur Vorbereitung auf Samstag hatten. Aber hey – Ausgefallene Trainingseinheiten wurden kurzerhand genutzt, indem die Energie unermüdlich in das Befüllen und Stapeln von Sandsäcken geflossen ist. Genau diesen Spirit der Helferwoche sollten wir aufrechterhalten und Samstag am Homefield wirken lassen: Mit starken Fans im Rücken und motivierender Euphorie ist der Grundstein gelegt.
Worauf ich mich auch freue? Neben einem spannenden Spiel besonders auf die lieben Anhänger aus Berlin, die sich per Fanbus auf den Weg zu uns machen und sicherlich viel gute Stimmung im Gepäck haben. Ihr habt gezeigt, wie großherzig und solidarisch euer Verein ist, als unser Jon sich beim Spiel auf eurem Rasen so stark verletzt hat. In einer Ausnahmesituation habt ihr blitzschnell reagiert und auch noch nach dem Spieltag bewiesen, dass die Verbindung durch die gemeinsame Liebe zum Sport über sämtliche Grenzen geht. Das hat bestimmt nicht nur bei mir Eindruck hinterlassen.