Old ways won’t open new doors.

…da habe ich jetzt aber einen Opener rausgehauen, der treffender nicht sein könnte. Universell zu interpretieren und heute doch nur auf bestimmte Situationen gemünzt.

Die erste neue, aber doch nicht ganz unbekannte Tür, wird das Tor zur Volksbank-Arena am Samstagabend zum Spiel der Helios Grizzlys Giesen sein. Da werden erstmals nicht nur die Männer aus der GFL-Mannschaft mit ihren Stimmen für den nötigen Support des Volleyballteams sorgen, sondern auch ein paar Spieler der Rogue Invaders und der Flagmannschaft, sowie unserer Cheerleader. All together. Ein Zustand, der so noch nicht erlebt wurde und meiner Meinung nach genau der sein sollte, der erstrebenswert ist. Nicht nur bei einem gemeinsamen Besuch einer befreundeten Mannschaft.

Wer auch aus dem Football-Fanlager also am Samstag noch nichts im Terminkalender stehen hat, darf sich gerne von einer footballähnlichen, ausgelassenen Stimmung in der Halle beim Spiel gegen den TVA Hürth überzeugen und auch in der Offseason wieder auf bekannte Gesichter treffen.

Was ist aber wirklich neu, aktuell und wird brisant diskutiert?

All eyes on: Paul Bogdann.

Unsere #10 wechselt das Team zur nächsten Saison. Wenn ich jetzt schreiben würde, dass ich ihm ausschließlich dazu gratuliere den Sprung in wohl eins der besten europäischen Teams im American Football geschafft zu haben, dann wäre das nur die eine Seite der Medaille. Denn natürlich ist der Wechsel nach Braunschweig nicht nur sportlich gesehen, sondern vor allem persönlich ein großer Verlust für uns in Hildesheim. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass Paul ein Publikumsliebling ist. Nimmt man ihm den Wechsel deshalb vielleicht stärker übel? Zu öffentlichen Aussagen auf sozialen Netzwerken habe ich mich letzte Woche schon ausgelassen, aber auch in dieser Debatte ist mir wieder aufgefallen, wie krass manche Aussagen sind. Da hat ein junger Typ die Möglichkeit sich noch weiter zu entwickeln und dann muss man Kommentare lesen, die von Glückwünschen weit entfernt sind. Richtig uncool. Machen wir uns nichts vor, aber das Braunschweiger Umfeld ist nochmal ein ganz anderes Level. Und das reduziere ich jetzt nicht auf den Etat. Da geht’s um Trainingsqualität, Infrastruktur und vielleicht das Quentchen mehr, das wir uns noch erarbeiten. Aussagen wie „Einmal Invader, immer Invader“ müssen da gar nicht negativ gefärbt verwendet werden, sondern bleiben doch positiv stehen. Da kann sich doch jeder Coach auf die Schulter klopfen und voller Stolz sagen, dass die Jugendarbeit Früchte trägt. Alles andere wäre Bullshit. Neid und feindselige Gedanken haben in solchem Kontext nichts zu suchen. Und vielleicht macht er es ja so wie unser Manuel Haberlach oder Christian Fette? Kommt mit ein paar Erfahrungen mehr im Gepäck zurück in unsere Domstadt?! Who knows. Invader bleibt man auch außerhalb der Grenzen von Hildesheim.

Was aber auf jeden Fall feststeht: Paul dürfte meiner Meinung nach gerne noch ein paar Zentimeter vor Stolz über die eigene Leistung wachsen. Macht er aber nicht. Der Typ ist geerdet und der Wechsel war keine Entscheidung, die nur darauf gründet sich möglicherweise den ersten Ring an den Finger stecken zu können. Und wie heißt es so schön:

„Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.“ Und lustigerweise kommt durch diese Tür Paul’s jüngerer Bruder. Ludwig wird nämlich nächstes Jahr im Trikot der GFL-Mannschaft auflaufen. [Jetzt darf man sich wieder kurz stolz auf die Brust trommeln – oder zumindest denjenigen, die Potentiale erkennen und fördern. Chapeau!] Ludwig wird Teil der Quarterback-Crew und ich erzähle nicht zu viel, wenn ich sage, dass er nicht zuletzt von unserem neuen Headcoach und altem QB Matt LeFever, sondern auch von einem neuen Profi auf der Position ohne Ende lernen wird.

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