Mittwochabend, 23.48h. Es ist jetzt nicht so, dass ich den Zeitpunkt bewusst so spät gewählt habe, um den Artikel der Woche zu verfassen. Trotzdem passt die späte Uhrzeit zu dem, was scheinbar momentan alle umtreibt. Müdigkeit.
Hängende Köpfe am letzten Samstag in Braunschweig. Nach dem Spiel finden nur wenige Spieler den Weg in der wohl imposantesten Kulisse der GFL Nord -natürlich direkt neben dem wunderbaren Dresdner Stadion- zu den mitgereisten Anhängern des Teams in gold and blue. Und hey – das ist absolut verständlich.
Kommunikationsfehler während des Spiels, schmerzende Körper danach. Da ist Frustration groß und erstmal nicht zu beschönigen.
„I’m sick and tired of losing“
Das fasst es momentan wohl am Besten zusammen. Und spätestens jetzt merkt man auch unter denjenigen, die immer noch super motiviert und fokussiert auf den potenziell nächsten Sieg waren, dass die Stimmung umschlägt. In Negativität. Da wird sich plötzlich nicht mehr stolz auf der Brust rumgetrommelt, dass wir zwei sehr starke QB’s aufs Feld stellen können. Da wird von „entweder-oder“ – Konstellationen gesprochen. Da wird ernsthaft kritisiert, dass wir mehr als fünf unterschiedliche Receiver haben. Really?
Wir sollten uns in den nächsten und auch letzten drei Wochen der Saison 2017 nicht darauf konzentrieren was alles schlecht oder auch gar nicht läuft. Jetzt steht auf dem Plan diese ganze negative Energie umzuwandeln und zu zeigen, was man als Team draufhat.
Das Jeder mit seiner ganz eigenen Stärke ein kleines Puzzleteil der Mannschaftsleistung ist – das ist immer so schnell dahingesagt und wirkt auch nur noch schwach. Vielleicht ist es mehr das absolute Verlassen darauf, dass die eigene Schwäche durch ein schnelleres oder stärkeres Teammate ausgeglichen werden kann, während du deine beste Stärke ausspielst und z.B. jeden Ball fängst.
“Sometimes you have to take a leap of faith first, the trust comes later.” – Jonathan Kent, Man of Steel
Habt ihr Euch vor dem Lesen des Artikels das Video der Dallas Mavericks angesehen?
Das NBA-Team war damals eine Mannschaft voller Spieler, die entweder früher gescheitert sind oder ganz offensichtliche Schwächen hatten. Und trotzdem – oder vielleicht gerade aus diesem Grund – ist das Team durch die Entwicklung der eigenen Talente zusammen so stark geworden, dass es dazu gereicht hat die erste Basketballmeisterschaft nach Dallas zu holen.
Guckt genau in die enttäuschten Gesichter und überlegt kurz, ob ihr aus hängenden Köpfen am Samstag nicht wieder das Siegerlächeln rausspielen könnt. Ich hab’ Bock auf der Tribüne am Samstag zu jubeln, richtig „on fire“ zu sein. Bitte macht was draus! #jetzterstrecht #gewinner


Glaubt an den Erfolg.