Das Personalkarussel an der Börde dreht sich fröhlich weiter. Einen weiteren Neuzugang für die Verteidigung dürfen die Eintracht Hildesheim Invaders vermelden.

Garcia Goncalo Tusevo Fineto, so heißt der 29-jährige Defensive End, der die erste Verteidigungsreihe von Headcoach Joe Roman zur kommenden Spielzeit verstärken wird. Er wechselt vom Ligakonkurrenten Hamburg Huskies an die Innerste. Zuvor spielte er zwischen 2013 und 2015 bei den Ritterhude Ba15502987_1327931043935658_1286208031_odgers, mit denen ihm der Aufstieg in die GFL 2 gelang.

Für Goncalo ist der Football bereits die zweite sportliche Karriere. Nachdem er als kleiner Junge aus Angola nach Deutschland kam, wurde der 1,85m große und 105kg schwere Mann Amateurboxer. Mit dem FC Fredenbeck wurde er zwei Mal Niedersachsenmeister im Mittelgewicht, mit dem Bremerhavener WeserBoxring erlang er drei Weser-Ems-Titel im Schwer- und Halbschwergewicht. Nach stolzen 33 Kämpfen entschied er sich dann für den Wechsel zum Football.

Der Metallbauer/Schweißer Garcia Goncalo trainiert bis zu sechs Mal pro Woche, hält einen hohen Fitness-Standard um „jung“ zu bleiben. Direkt nach der Arbeit führt der Weg in die Mucki-Bude.

„Ich arbeite immer daran ein Leistungsträger zu sein, egal in welchem Bereich, egal in welcher Sportart“, beschreibt sich Goncalo selbstbewusst. „Außerdem liebe ich einfach Sport, er ist für mich unbedingt lebensnotwendig.“

Sein Vorbild ist der US-Amerikanische NFL-Spieler Jadeveon Clowney, ebenfalls Defensive-End. „Ich habe ihn ständig beobachtet und das hat mich motiviert. Er ist ein sogenannter „Impact-Player“, also einer, der oft den gewissen Unterschied macht. So möchte ich auch auf dem Feld wirken.“

Garcia Goncalo spricht Deutsch, Englisch und Portugiesisch. Am liebsten isst er einen Dönerteller mit Reis. Vor dem Spiel zählt zu seinen Ritualen den Song „Ain’t no mountain high enough“ von Marvin Gaye zu hören.

Seit 2013 verfolgt er bereits den Weg der Invaders. Er stand den Hildesheimern selbst einige Male auf dem Feld gegenüber, sieht enorm viel Potential in dem jungen Team. Vor allem bestaunt er auch die starke Fanbase der Hildesheimer.

Sich selbst als Ziel gesetzt hat Goncalo sich mit den Invaders die Playoffs zu erreichen und dann so weit zu kommen wie nur möglich.

„Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren15555637_1327931040602325_1808137370_n“, so schließt er sein Statement ab. Bei einem solch klangvollen Namen bleibt zu hoffen diesen so oft wie möglich durch die Lautsprecher schallen zu hören.  Der Invaders Stadionsprecher wird sich sicherlich freuen.