_MG_0909(man) Die Eintracht Hildesheim Invaders erwartet am kommenden Samstagnachmittag der Tabellenführer der German Football League. Die Berlin Rebels sind das Überraschungsteam der diesjährigen Saison. Nach durchwachsenen letzten Jahren gelang es ihnen als einziges Team in 2016 den Meister aus Braunschweig zu schlagen. Am vergangenen Wochenende verloren jedoch auch die Rebels ihr erstes Spiel. Ein Aussetzer, den nun die Invaders nutzen wollen.

Nach acht Spielen stehen die Hildesheimer bei vier Siegen und vier Niederlagen. Die Tabellensituation in der höchsten Deutschen Footballliga scheint sich zu verfestigen. Eins ist nahezu sicher: Mit der Abstieg werden es die Invasoren in diesem Jahr wohl nicht mehr zu tun bekommen. Das vor der Saison ausgegebene Ziel die Playoffs zu erreichen ist dabei noch durchaus realisierbar. Zwar stehen die Invaders zurzeit auf Tabellenplatz fünf hinter den wiedererstarkten Kiel Baltic Hurricanes, sehen sich aber in Schlagdistanz. Zumal man die Kieler bisher noch nicht zu Gesicht bekam. Trotz des knappen Abstands zu den Kielern gibt der Hildesheimer Cheftrainer Joe Roman ein klares Statement aus: „Wir müssen von den verbliebenen sechs Spielen fünf gewinnen. Dann sind wir sicher auf Platz vier, also in den Playoffs. Wir können uns nicht auf andere Mächte verlassen, wir haben unseren Erfolg in der eigenen Hand. Und wir spielen die Kieler noch zwei Mal.“ Und Roman meint es ernst. Neben den Videoanalysen, in denen er jeden Spieler genau unter die Lupe nimmt, erhöht er auch die Intensität des Trainings in dieser Woche noch einmal. „Natürlich denken wir von Spiel zu Spiel. Aber ein wenig Weitsicht benötigt man natürlich immer um seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren“, stellt der erfahrene Stratege klar.

Zunächst ist das Ziel der Bördestädter jedoch den Tabellenführer zu schlagen. Im Hinspiel verloren die Invaders in der Hauptstadt denkbar knapp mit 30:13. Dabei sahen sich die Teams lange Zeit auf Augenhöhe. War es dabei im Hinspiel noch die Defensive, die die Invaders lange Zeit auf Schlagdistanz hielt, ist es derzeit die Offensive, die Erfolgsgarant ist und Punkte am laufenden Band auf das Scoreboard zaubert. Die durchwachsenen Leistungen der Hildesheimer Verteidigung gilt es nun ad acta zu legen. „Wir brauchen ein Spiel in dem sowohl Offense als auch Defense sich von der besten Seite zeigen. Wenn wir das schaffen, brauchen wir uns vor keiner Mannschaft in dieser Liga verstecken“, so stellt der derzeitige Punktegarant der Invaders, Paul Bogdann, fest. Mit 280 yards Raumgewinn und fünf gefangenen Touchdowns zeigt das Hildesheimer Eigengewächs gleich in seiner ersten GFL-Saison, dass der höhere Level ihm keine Hürde darstellt. Und gegen die Rebels ist natürlich „noch eine Rechnung offen“.

Vor heimischem Publikum auf dem Eintracht Homefield ist ja bekanntlich auch der zwölfte Mann dabei. Das Spiel gegen die Rebels aus Berlin ist dabei das zweite in einer Serie von vier Heimspielen für die Blau-Goldenen. Während die Zuschauerzahlen in der Bundeshauptstadt eher Desinteresse am derzeitigen Trendsport American Football andeuten, boomt der Sport an der Börde. Alle drei bisherigen Heimspiele der Hildesheimer zusammengenommen durften die Invaders stolze 5700 Fans auf den Rängen begrüßen.

Selbstverständlich hoffen die Invaders, dass der Zusammenhalt zwischen Team und Fans gerade zu diesem Zeitpunkt so stark bleibt. „Das ist ein enormer Vorteil diesen Endspurt im Playoff-Rennen vor heimischen Publikum zu beginnen. Ich hoffe die Hildesheimer sind genauso heiß auf die kommenden Partien wie wir Spieler“, so US-Runningback Reggie Bullock, der sich gegen die Rebels wieder viel vorgenommen hat. Mit drei gefangenen und sieben erlaufenen Touchdowns ist er einer der gefährlichsten Spieler der GFL.

Kickoff im Eintracht Sportpark am Philosophenweg ist am Samstag um 16 Uhr. Präsentiert wird das Spiel vom BOYA Autozentrum Hildesheim/Hannover. Tickets für die Partie gibt es im Internet unter http://tickets.goinvaders.de oder an der Tageskasse.