Hildesheim. Das haben sich die Invaders anders vorgestellt. Nach dem Abpfiff stand das Team und lange auf dem Rasen und diskutierte, weshalb es einen so schlechten Start erwischte. Denn allen Beteiligten war nach der 17:31-Niederliga gegen die Berlin Rebels klar: Da war mehr drin.

„Wenn du gleich mit 17 Punkten in den Rückstand gerätst, dann wir es gegen ein Team wie die Rebels sehr schwer“, sagt Headcoach Matt LeFever nach der Partie. „Aber, und das hat mir gefallen, mein Team hat sich in die Partie gekämpft und nicht aufgegeben.“ Die Rebels spulten routiniert ihr Angriffsspiel runter. Über kurze Distanzen bewegte sich die Offense um Quarterback Terell Robinson über das Feld. Dieser Vormarsch endete nach einem 19-Yards-Lauf von Runningback Sean Richard in der Endzone der Invaders. Nach dem sicheren Extrapunkt durch Kicker Friis Andersen stand es 0:7. Im ersten Angriffsspiel verlor Invaders-Quarterback Shazzon Mumphrey den Ball, den die Berliner gleich sichern konnte. Kicker Andersen erhöhte per Fieldgoal auf 10:0, Hayden Daniels kurz darauf auf 17:0.

Erst jetzt zeigten die Hildesheimer, dass sie auch mitspielen wollten. Niklas Rentzsch-Holm fing einen Touchdown-Pass von Mumphrey und Kicker Jonas Kretschmann hatte vor der Halbzeit sogar noch die Chance, den Rückstand weiter zu verkürzen. Der Ball segelte aber an Torstangen vorbei.

Bei  sengender Hitze empfingen die Invaders den Ball zu zweiten Halbzeit. Konnten nach guten Ansätzen aber kein Kapital daraus schlagen. Erst einen Ballbesitz später zeigte Kretschmann, dass er es besser kann: Fieldgoal und 10:17. Aber Terrell Robinson kannte die Antwort. 75 Yards lief der Spielmacher fast unberührt in die Hildesheimer Endzone. Touchdown (24:10) und Rückschlag für die Invaders. Aber das Team von Matt LeFever gab nicht auf. Shazzon Mumphrey tat es seinem Kollegen gleich und lief in die Endzone. Die Hildesheimer kamen also wieder auf einen Touchdown heran, aber der starke Sean Richard stellte den alten Abstand wieder her und sorgte somit auch für den Endstand. Im weiteren Verlauf des Spiels fiel den Invaders keine passende Antwort mehr ein.

Insgesamt hinterließen unsere Invaders einen starkverbesserten Eindruck. Die Defense überzeugte und muss sich nur den Vorwurf gefallen lassen drei Big Plays zugelassen zu haben. Die Offense konnte den Ball bewegen und Shazzon Mumphrey konnte endlich seine Qualitäten als mobiler Quarterback zeigen. Nächsten Samstag fahren die Invaders zu den noch ungeschlagenen Cologne Crocodiles.