Charity begins at home, but shouldn’t end there.

wenn das mal nicht der richtige Opener für den Artikel dieser Woche und den anstehenden Gameday ist, oder? Wie passen soziale Verantwortung und American Football in der höchsten deutschen Spielklasse zusammen? Wann findet man Zeit über den sportlichen Tellerrand zu gucken und Projekte zu unterstützen, aus denen sich vielleicht kein Sponsoringvertrag entwickeln könnte, sondern einfach nur Goodwill als zentraler Grund dafür im Raum steht?

Ein regionaler Sportverein zu sein heißt hier nicht nur mit Herzblut den Sport zu betreiben, sondern sich auch für seinen Ort, seine Stadt und seine Region einzusetzen, wenn dies nötig ist. Da zu sein, wenn Hilfe gebraucht wird und Reichweite zu nutzen, um den guten Zweck zu unterstützen.

Wie sympathisch und voller Euphorie hat unser Abteilungsvorstand im NDR-Fernsehbeitrag bitte auf die Frage geantwortet, warum die Mannschaft bei der Hochwasseraktion mit anpackt? „Weil das für uns ‘ne Ehrensache ist. Das ist unsere Stadt. Wir gehören zu der Stadt. Das ist für uns ganz klar!“ Als ich den kurzen Spot gesehen habe musste ich schmunzeln. Einfach, weil es mich glücklich und auch ein bisschen stolz gemacht hat, dass authentisch transportiert wurde, dass hier der Einsatz wirklich als Herzensangelegenheit gelebt wird. In blue and gold.

Öffentliche Bekundungen und Anstandsbesuche –wie man sie so klassischerweise kennt- machen noch lange kein Engagement aus. Sorry, aber da fehlt mir schlicht der Hintergrund. Traditionelles Sammeln von Lebensmittelspenden für den „Guten Hirten“ der Stadt, Unterstützung bei der weihnachtlichen Essensausgabe, Ärmel hochkrempeln und beim Kampf gegen das Hochwasser unterstützen, Pate im Wildgatter zu sein und auch erst kürzlich nach einem erfolgreichen Gameday beim Poki Königshof vorbeizuschauen – alles definitiv keine Dinge, die getan werden, um sich selbst öffentlich wirksam zur Schau zu stellen.

How do we change the world? – One random act of kindness at a time. – Morgan Freeman

 

Wie bekomme ich jetzt die Kurve, um nochmal auf die sportliche Komponente einzugehen? Ganz platt:

Wir haben gewonnen!

Teil 1 der wichtigen Zwei-Wochen-Mission liegt erfolgreich hinter uns. Gegen Berlin haben wir also bestanden, check! Das wird natürlich auch gegen Hamburg das Ziel sein, aber absolut kein leichtes Unterfangen. Die Jungs aus dem Norden haben den Dresdnern das Leben echt schwer gemacht und scheinen sich nach dem großen Umbruch vor der Saison langsam gefunden zu haben. Der neue Runningback Colby Goodwyn glänzte gleich in seinem ersten Spiel für die Huskies und kann sich auch den „Titel“ des erfolgreichsten RB des GFL-Woche 14 auf die Fahne schreiben. Viele junge, talentierte deutsche Spieler, gute Coaches und ein starker QB machen das Team zu einem Ganzen. Böse Zungen sprechen vielleicht vom Kellerduell HH-HI – Und das obwohl es diese Klassifizierung in einer so spielstarken Nord-Liga wirklich nicht gibt. Mal ehrlich – aktuell kann man sich bei keiner Partie so richtig sicher sein wie diese ausgeht. Es wird wieder spannend! Vorfreude ohne Ende. #gamedayagain